Wenn Men­schen an Alters­vor­sor­ge den­ken, den­ken vie­le zuerst an Ver­zicht.

“Was muss ich mir heu­te spa­ren?“

Ich fin­de, das ist die fal­sche Fra­ge.

Die bes­se­re Fra­ge lau­tet:

Wofür inves­tierst Du heu­te eigent­lich?

Nicht für Zah­len auf einem Kon­to. Nicht für eine Poli­ce im Ord­ner.
Son­dern:

Für Frei­heit.
Für Selbst­be­stim­mung.
Für den Tag, an dem Du selbst ent­schei­dest, ob Du arbei­test – und nicht arbei­ten musst.

Eine Begeg­nung, die mein Den­ken ver­än­dert hat

Als ich mich selbst­stän­dig gemacht habe, gab mir mein Nach­bar Hei­ner einen Rat, den ich nie ver­ges­sen habe.
Hei­ner war bereits im Ruhe­stand und sag­te zu mir:

“Egal ob ange­stellt oder selbst­stän­dig: Lege 20 Pro­zent Dei­nes Ein­kom­mens zuerst für Dich selbst zurück.“

Die­ser Satz klingt sim­pel.
Aber er ver­än­dert die Per­spek­ti­ve.
Als Ange­stell­ter wer­den gro­ße Tei­le der Alters­vor­sor­ge auto­ma­tisch über die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung orga­ni­siert.
Als Selbst­stän­di­ger trägst Du die­se Ver­ant­wor­tung selbst.

Für mich bedeu­te­te das:
Nicht dar­auf zu hof­fen, dass spä­ter jemand für mei­ne finan­zi­el­le Sicher­heit sorgt.
Son­dern selbst regel­mä­ßig Ver­mö­gen auf­zu­bau­en – bei­spiels­wei­se über Ver­si­che­run­gen, Invest­ment­fonds oder Immo­bi­li­en.

Die­se Denk­wei­se habe ich spä­ter in mei­nem Buch als Hei­ner-Prin­zip beschrie­ben.

War­um 20 Pro­zent?

Die 20 Pro­zent sind kei­ne magi­sche Zahl.
Sie sind eine Ori­en­tie­rung.
Ent­schei­dend ist die Gewohn­heit.
Wer regel­mä­ßig einen fes­ten Teil sei­nes Ein­kom­mens inves­tiert, pro­fi­tiert lang­fris­tig von drei wich­ti­gen Effek­ten:

  • Ver­mö­gen wächst Schritt für Schritt.
  • Der Zin­ses­zins­ef­fekt kann über vie­le Jah­re wir­ken.
  • Finan­zi­el­le Ent­schei­dun­gen wer­den ent­spann­ter, weil Reser­ven ent­ste­hen.

Nicht die per­fek­te Anla­ge ent­schei­det über den Erfolg.
Son­dern die Kon­se­quenz.

Der größ­te Feh­ler ist das Ver­schie­ben

Vie­le Men­schen beschäf­ti­gen sich erst mit ihrer Alters­vor­sor­ge, wenn das Ren­ten­al­ter näher rückt.
Dabei ist Zeit einer der wich­tigs­ten Fak­to­ren beim Ver­mö­gens­auf­bau.
Je frü­her Du beginnst, des­to mehr kann Dein Geld für Dich arbei­ten.
Des­halb spre­che ich in mei­nen Bera­tun­gen sel­ten zuerst über Ren­di­ten oder Pro­duk­te.
Ich spre­che über Zukunfts­bil­der.

Wie möch­test Du leben?
Wie soll Dein längs­ter Urlaub des Lebens aus­se­hen?
Und wel­che finan­zi­el­len Ent­schei­dun­gen hel­fen Dir schon heu­te dabei?

Mein Impuls für Dich

Prü­fe heu­te ein­mal ganz ehr­lich:

Wel­cher Pro­zent­satz Dei­nes Ein­kom­mens arbei­tet bereits für Dei­ne Zukunft?

Viel­leicht sind es schon 20 Pro­zent.

Viel­leicht weni­ger.

Viel­leicht ist heu­te genau der rich­ti­ge Zeit­punkt, damit anzu­fan­gen.

Denn Alters­vor­sor­ge bedeu­tet nicht, heu­te auf Leben zu ver­zich­ten.
Sie bedeu­tet, sich die Frei­heit von mor­gen bewusst auf­zu­bau­en.